INTERESSENGEMEINSCHAFT e.V.

Groothusen

in Zusammenarbeit mit der Ev. ref. Kirchengemeinde, der Freiwilligen Feuerwehr, den Moijmoakers, dem AWO Kindergarten und der Ortsvorsteherin

Beiträge zur Dorfgeschichte

Die Middelste Burg in Groothusen

Herrn Enno Friedrich Kempe, dem Verfasser des folgenden Textes, ist es zu verdanken, dass die Geschichte der Middelste Burg bis zu ihren Anfängen in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts zurückverfolgt werden kann.

Die Middelste Burg in Groothusen

Die Geschichte des Hauses Helmers, Dorfstr. 10

Die Chronik des Hauser Helmers zeigt, ohne den Maler Giesbert Wilhelm, der zum entscheideneden Zeitpunkt die Renovierung des fast baufälligen Hauses anpackt, hätte die Bestandserhaltung des Hauses von 1847 eine andere Entwicklung genommen. Dem ungewöhnlich guten Erinnerungsvermögen von Beena Jahnsen (+ 19.05.2009) ist es in hohem Maße zu verdanken, dass diese Informationen von Lothar Gorissen zusammengetragen werden konnten. Unpräzise Erinnerungen, Einschätzungen und auch Missverständnisse sind bei mündlichen Überlieferungen nicht auszuschließen. Diese Chronik ist daher nicht abgeschlossen. Sie kann jederzeit ergänzt werden, wenn es neue Informationen gibt.

Chronik Haus Helmers

Kirchen-Chronik der Gemeinde Groothusen

„Die Kirchenchronik von Pastor Jung aus dem Jahr 1924, die die kirchliche Entwicklung von Groothusen gut schildert, entspricht hinsichtlich der Burgen und deren Besitzerfamilien nicht mehr dem heutigen Erkenntnisstand. (Siehe Hajo van Lengen: Geschichte des Emsigerlandes und andere Forschungen)“ Enno F. Kempe. Die Chronik ist in der alten deutschen Schrift Sütterlin geschrieben. Hier ist der vollständige Text:

Jung, Kirchen-Chronik der Kirchengemeinde Groothusen

Jenny Schmidt, der Sütterlin-Schrift kundig, weist darauf hin, dass Pastor Jung in seiner Chronik in weiten Teilen aus „O. G. Houtrouw Ostfriesland – Eine geschichtlich-ortskundige Wanderung gegen Ende der Fürstenzeit“, zitiert hat. Houtrouw war Pastor zur Neermor und hat zunächst im Ostfriesischen Monatsblatt mit einzelnen Beiträgen zu einer „Wanderung durch Ostfriesland vor 150 Jahren“ eingeladen. Unter Verwendung dieser Artikel ist dann 1889/1891 in Aurich das Buch in zwei Bänden erschienen. Hier ist ein Auszug über Groothusen:

Groothusen – Auszug aus Houtrouw, Ostfriesland gegen Ende der Fürstenzeit

(Bemerkenswert: Das Buch von Houtrouw wurde 1974 vom Verlag Schuster als unveränderter Nachdruck herausgegeben. Diese Ausgabe ist vergriffen. British Library hat das Buch inzwischen auf Basis einer Microsoft-Digitalisierung als Paperback erneut nachgedruckt – in erster Linie für den amerikanischen Markt. Offensichtlich gibt es in den USA genügend Interesse an Spurensuche in Ostfriesland.)

Groothuser Recht in Pergament
In der Beilage der OZ „Unser Ostfriesland“ vom 14.02.1991 berichtet Ina Ross über die Rechtsordnung für Groothusen aus dem Jahre 1629. Julius Geweke hat sie in seiner Chronik, soweit sich die ihm die schwerleserliche Schrift erschloss, zitiert. Jenny Schmidt hat den Artikel ausgegraben. Hier ist der Zeitungsausschnitt: Groothuser Recht in Pergament

Der Schwan auf dem Kirchturm in Groothusen
Von der Wind-Fahne auf dem Kirchturm auf das jeweilige Bekenntnis zu schliessen, führt gelegentlich auf die falsche Fährte.
Die Pastorin Heike Schmid kommt in dem am 22.07.11 in der OZ erschienen Artikel zu dieser Besonderheit in Groothusen zu Wort. Hier ist der Zeitungsausschnitt OZ vom 22.7.11

Eine andere Theorie hat Klaas-Dieter Voß entwickelt. Die Emder Zeitung vom 17.11.2015 berichtet darüber unter der Überschrift: Swanwitha und der Kirchturm von Groothusen. Hier ist der Zeitungsausschnitt: Emder Zeitung vom 17.11.15

Hafenort Groothusen an der Bucht von Sielmönken
Groothusen war im 8. Jh. ein Seehandelsplatz, der von friesischen Bauernkaufleuten betrieben wurde. Groothusen lag an der Bucht von Sielmönken.

Ein Eintrag darüber ist zu finden bei Wikipedia Sielmönker Bucht

1959, als die Dürre Ostfriesland bedrohte
Im Frühjahr 1960 erhielt Groothusen eine Wasserleitung. In einem Notizbuch hatte Lehrer Julius Geweke die Situation währende der Dürre, noch ein Jahr vor dem Bau der Wasserleitung, festgehalten. Der Artikel in der OZ vom 11.07.2009 beschreibt sehr anschaulich das Leben in Groothusen während der Dürre und ohne zentrale Wasserversorgung: OZ vom 11.7.09

Trägerdienst in Groothusen
Trägerdienste haben eine alte Tradition. Heinrich Weets hat im Frühjahr 2012 im Rahmen des Projektes „Unser Dorf hat Zukunft“ über die Geschichte dieser Nachbarschaftshilfe berichtet: Weets, Trägerdienst

Plaats Smid in Groothusen
Der unter Denkmalschutz stehende Gulfhof der Familie Smid ist an dem eingeschossigen Wohnteil aus Backsteinen mit dem angefügten zweigeschossigen villenartigen Putzbau und der Blutbuche als Solitärbaum erkennbar. Hier ist eine Wortmeldung vom Frühajhr 2012 von Johann Smid im Rahmen des Projektes „Unser Dorf hat Zukunft“

Familie Smid in Groothusen

Sturmflut am 16. Febr. 1962: Auf dem Deich konnte sich kein Mensch halten
Die Ostfriesenzeitung berichtete am 13.02.12 eindrucksvoll über die Situation während der Sturmflut rund um Groothusen: Sturmflut 1962 in Ostfriesland, OZ vom 13.2.12

Die Landwirtschaft in Groothusen
Florian Burgstaller beschreibt die Geschichte und die Struktur der Landwirtschaft in Groothusen. Der Artikel ist in Verbindung mit den gesammelten Wortmeldungen zu dem Projekt „Unser Dorf hat Zukunft“ im Frühjahr 2012 entstanden:

Burgstaller – Landwirtschaft in Groothusen

Das Wappen von Groothusen
Welche Bedeutung hat das Groothuser Wappen?
Der gebürtige Groothuser Johann-Gerhard Müller berichtet über die Symbolik des dargestellten Pelikan:

Das Groothuser Wappen

Erinnerungen von Tante Greta
Greta Saadthoff geb. Müller wurde am 6. Oktober 1914 in Groothusen geboren. Sie heiratete am 06. August 1939 in Groothusen den aus Manslagt stammenden Jürn Cornelius Saadthoff. Sie hat das Dorf genau beobachten können. Auf Bitten ihres Neffen Johann-Gerhard Müller hat sie im Jahre 2006 einem mündlichen Interview zugestimmt, um die Ereignisse der bewegten Jahre nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die Tonbandaufzeichnungen wurden im Jahr 2008 in schriftliche Form gebracht:

Erinnerungen Greta Saadthoff