INTERESSENGEMEINSCHAFT e.V.

Groothusen

in Zusammenarbeit mit der Ev. ref. Kirchengemeinde, der Freiwilligen Feuerwehr, den Moijmoakers und dem Ortsvorsteher*in

Kategorie: Unser Dorf hat Zukunft

  • Querungshilfe L 2 – Vekehrsbereisung des Kreises besichtigt in Groothusen vor Ort

    Wir berichteten bereits über das langwierige Thema einer dringend geforderten Querungshilfe an der L 2 in Groothusen.

    Das Gremium Verkehrsbereisung des Landkreises Aurich sah sich die Situation vor Ort an, unter Teilnahme der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der Gemeinde Krummhörn und der Polizeinspektion Aurich.
    Sytze Mulder und Anton Iwwerks hatten die  Gelegenheit, die Situation aus Sicht der Dorfbewohner noch einmal darzustellen.

    Helmut Roß,  Kreistagsabgeordneter, wies sehr deutliche darauf hin, dass  die seit 15 Jahren andauernde Diskussion nun ein Ende haben müsse.

    Der Landkreis Aurich und die Landesbehörde für Straßenbau werden während der Ferien von NRW  über einen mehrtägigen Zeitraum, bei dem auch Spitzenzeiten, wenn der Tourismusverkehr, der Werksverkehr von VW, der Schulverkehr und landwirtschaftliche Fahrzeuge zusammen treffen, berücksichtigt werden.

  • Querungshilfe Groothusen – Tür öffnet sich einen Spalt

    Ein kleiner  Lichtblick. Die Straßenverkehrsabteilung des Landkreises Aurich hat in dieser Angelegenheit inzwschen die Initiative ergriffen.
    Voraussichtlich noch in diesem Monat werden sich alle beteiligten Behörden im Rahmen einer Verkehrsbereisung  die Situation vor Ort in Groothusen ansehen.
    Das bedeutet natürlich keinesfalls, dass die Querungshilfe in absehbarer Zeit auch gebaut wird. Es bedeutet lediglich, dass diese so wichtige Maßnahme bei den beteiligten Behörden wieder im Gespräch ist.

    Die Emder Zeitung hat  das Thema bereits aufgegriffen:  Querungshilfe, Pressebericht der Emder Zeitung vom 02.02.13
    So lange währt die Angelegenheit bereits:  Den kundige Groothusern wird beim Lesen  auffallen, dass es bereits der verstorbene Ortsvorsteher Johann Wienbeuker war, der  im Juli 1997  den Antrag stellte, eine Querungshilfe einzurichten.

     

  • Eine Blick in die Werkstatt – Darstellung der Groothuser Denkmale

    Groothusen verfügt über ein wertvolles kulturelles Erbe, das Ensemble eines Langwarfendorfes mit 16 unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden.

    Diese baulichen Kleinode wollen  wir für die Darstellung unseres Dorfes  nutzen.
    Dazu hat Wilfried Stachowiak alle Baudenkmale fotografiert.
    Mit Hilfe der Gebäudeeigentümer  werden zu diesen Gebäuden kurze Texte zur Beschreibung erstellt. Über die große Resonanz auf unseren Aufruf haben wir uns sehr gefreut.

    – In Verbindung mit diesem Material soll eine Wand-Ortskarte entstehen. Die Touristik-Gmbh hat in Aussicht gestellt, uns dabei zu helfen.

    – Das Material wir  auch für die Aktualisierung der Darstellung der Sehenswürdigkeiten auf dieser Homepage benötigt.

    – Möglicherweise ergeben sich noch weitere Anwendungsgebiete.

    Hier können Sie einen Einblick in die Werkstatt nehmen. Soweit Texte bereits vorliegen, ist bereits  die Kombination von Bild undText aufgeführt. Es handelt sich dabei um mit einfachen Mitteln erstellte Montagen. Die späteren Darstellungen werden anders – besser – aussehen.

    Denkmale Groothusen  Bild und Text

     

     

     

  • Querungshilfe über die L2 in Groothusen fehlt seit 15 Jahren

    „Ostfriesland für Kinder gefährlich“Die Kinder leben hier nicht gefährlicher“
    Diese gegensätzlichen Überschriften in der Ostfriesen-Zeitung im Dezember 2012 kennzeichnen das Hin und Her zu dem berechtigten Anliegen der Groothuser, eine Querungshilfe über die L 2 zu schaffen.
    Wir haben den Sachverhalt recherchiert:

    I. Das Hin und Her der Behörden seit 1997

    Am 09.07.1997 hat Ortsvorsteher Johann Wienbeuker erstmals den Antrag gestellt, als Querungshilfe eine Mittelinsel anzulegen.

    Im Anhang  – hier geht es zum Anhang Schreiben Vermerke Querungshilfe – zitieren wir chronologisch aus den uns vorliegenden Vermerken und Schreiben zu diesem Thema. Dieses Material ist sicher nicht vollständig.

    Das, was wir auswerten konnten, steckt voller Merkwürdigkeiten und Widersprüche:

    1. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sieht die Erstellung einer Querungshilfe im Zusammenhang mit der Grundsanierung der L2, also: ohne Grundsanierung keine Überquerungshilfe. Der Kreis stellt 1997 fest, dass die Überquerungshilfe auch vorab als Teilmaßnahme realisierbar ist.

    Erstes Fazit: Ein Zusammenhang zwischen Grundsanierung und Querungshilfe darf bezweifelt werden, weil die Fachleute aus verschiedenen Bereichen zu einer unterschiedlichen Bewertung kommen.

    2. 2007 stellt die Niedersächsische Landesbehörde in einem Schreiben an MdL Haase fest, dass der Bau einer Überquerungshilfe nicht als Maßnahme des Landes zu sehen ist.

    Zweites Fazit: Da die Landesbehörde durch ihre Handlungsweise die Maßnahme verhindert, muss daraus abgeleitet werden, dass sie auch dafür zuständig ist.

    3. Wenn man aber den Zusammenhang zwischen der Grundsanierung der L 2 und der Querungshilfe als gegeben annimmt, stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit der Grundsanierung. Die Niedersächsische Landebehörde behauptet seit vielen Jahren, der Abschnitt sei verkehrssicher und deshalb sei eine Grundsanierung aus Haushalts-Gründen zur Zeit nicht möglich.

    Zur Frage der Verkehrssicherheit gibt es andere Auffassungen unter Fachleuten. Bereits 1997 stellt der Kreis fest, dass sich die L 2 in insgesamt mangelhaftem Zustand befindet. Die Niedersächsische Landesbehörde argumentiert später, dass die Sicherheit durch die Sanierung der Randstreifen wieder hergestellt sei. Im Jahr 1997 wird auf einer Verkehrsbereisung erneut bestätigt, dass sich ein Fahrbahnteiler als Fußgänger-Überquerungshilfe empfiehlt. Dieser Hinweis auf die Notwendigkeit wird in den Berichten den nächsten Jahre – auch im Hinblick auf die Schulwegsicherung – immer dringlicher.

    Entlarvend sind zwischendurch Hinweise wie
    – Es wird vorgeschlagen einen Elternlotsendienst einzurichten
    – Sollte sich aber ein anderer Finanzier finden, wäre eine Umsetzung möglich.

    Drittes Fazit: Zwischen den Fachleuten gibt es unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Verkehrssicherheit. Die Bevölkerung von Groothusen muss davon ausgehen, dass die behauptete Verkehrssicherheit nicht gegeben ist.

    4. 2007 wurde im Mai eine Verkehrszählung mit dem Ergebnis vorgenommen, dass der Verkehr zu gering ist, um angedachte Maßnahmen zu begründen. Tatsächlich ist das Verkehrsaufkommen im Jahresverlauf sehr unterschiedlich. Im August führen die Touristik-Ströme zwischen Pewsum – Rysum – Greetsiel und die immer größer werdenden landwirtschaftlichen Fahrzeuge während der Landbearbeitung zu einer erschreckend hohen Kumulation an Fahrzeugen. Der mittägliche Werksverkehr von VW (Schichtwechsel) verstärkt den Verkehr noch zusätzlich.

    Viertes Fazit: Die Verkehrszählung aus dem Jahr 2007 ergibt kein schlüssiges Bild, das die tatsächliche Situation im Jahresablauf spiegelt.

    II. Sichere Nutzung der L 2

    Zitat aus einem Schreiben der Landesbehörde vom 02.06.08: „Mit dieser Maßnahme (Anmerkung: Sanierung der Randstreifen) konnte die Fahrbahn wieder in einen Zustand versetzt werden, der eine sichere Nutzung der Landestraße zulässt“

    Am 11. Oktober 2012 haben wir ein Photostrecke über den aktuellen Zustand der Straße in Höhe der Ortsdurchfahrt erstellt.

    Das gesamte Bildmaterial  finden Sie hier: Straßenschäden L2 Groothusen

    Von einer sicheren Nutzung der L 2 kann heute keine Rede mehr sein.

    III. Unübersichtliche Ortsdurchfahrt der L 2

    Von der derzeitigen Haltestelle auf der Seite des alten Dorfes ist die L 2 in Richtung Hamswehrum nur auf 100 m einsehbar, siehe rote Linie. Für vom Swartweg kommende KFZ beträgt die Einsicht – wegen des ungünstigeren Winkels – nur etwa 80 m.

    IV. Räumliche und emotionale Nähe eines Dorfes, ein Fremdwort für Verkehrsplaner ?

    Möglicherweise ist es uninteressant für die Verkehrsplanung. Das Dorf sieht das anders. Deshalb erwähnen wir diesen Aspekt:

    Die von Pewsum nach Hamswehrum führende Landesstraße durchschneidet das Dorf.

    Der größte Teil der Bevölkerung wohnt nicht im alten Dorfkern sondern in den Siedlungsgebieten. Befragungen haben ergeben, dass Eltern ihre Kinder aus Gründen der Verkehrssicherheit von klein anhalten, die Straße nicht zu überqueren. Die latent vorhandene Neigung zu einem Eigenleben der Ortsteile wird dadurch von Jugend auf in den Köpfen verstärkt. Die Dorfgemeinschaft tut viel dafür, die räumliche Trennung der Siedlungsgebiete Kern-Dorf, neue Siedlung und alte Siedlung zu überwinden. Dazu gehört auch die Forderung nach einer sicheren Querungshilfe.

    Wir haben diesen Artikel den zuständigen Behörden  am 02.01.2013 vorab zu Kennnis gegeben. Der Landkreis Aurich – Strassenverkehrsabteilung – hat sich inzwischen gemeldet und auf die Niederschrift über die Verkehrsbereisung vom 23.09. 2008 hingewiesen. Dort ist festgehalten:  „Nach Mitteilung der Nds. Landesbehörde wird  das Land in absehbarer Zeit keine Fahrbahnerneuerung an der L 2 durchführen.“
    In den nächsten Wochen wollen wir zu  einer  weiteren Dorfversammlung
    Unser Dorf hat Zukunft
    einladen.
    Wir werden die  Behörden  vorher nochmals  um Information über den Stand dieser Maßnahme bitten.